Blogeinträge (themensortiert)

Thema: Breitband

Förderprogramme für den Breitbandausbau optimieren

Wenn der eigenwirtschaftliche Ausbau der Breitbandinfrastruktur durch Netzbetreiber nicht wirtschaftlich ist und auch andere Geschäftsmodelle ohne finanzielle Zuwendungen an Dritte nicht funktionieren, bleiben die Förderprogramme für den Breitbandausbau. Die Förderprogramme haben gemeinsam, dass sie einen Eingriff in den Wettbewerbsmarkt darstellen und die Fördermittel letztlich aus Steuermitteln gespeist werden. Dies hat zur Folge, dass der Einsatz von Fördermitteln unter strikten Vorgaben und mit Einschränkungen versehen sind.

Insbesondere das Bundesförderprogramm zum Breitbandausbau hat einiges im Hinblick auf die Breitbandversorgung bewirkt. Nahezu alle Kommunen beschäftigen sich mittlerweile mit dem Thema Breitband, Bürger fragen nach Verbesserungen bei der Versorgung und das allgemeine Bewusstsein für die Bedeutung einer guten Breitbandversorgung ist gestiegen. Auch setzt sich mehr und mehr die Erkenntnis durch, dass nur durchgehende Glasfaser-Leitungen eine zukunftssichere Versorgung ermöglichen. Die hohe Akzeptanz des Förderprogramms dokumentiert sich nicht zuletzt dadurch, dass die vorhandenen Mittel in vorläufigen Förderzusagen gebunden sind. Zunehmend mehr Vorhaben kommen zwar spät, aber immerhin doch in die Umsetzung. So werden Zug um Zug die vorhandenen weißen Flecken beseitigt werden. Aber bis zu einer flächendeckenden Versorgung mit Glasfaser-Hausanschlüssen ist es noch ein weiter Weg. Es zeigt sich aber auch, dass bei dem Förderprogramm noch einiges Optimierungspotenzial vorhanden ist.

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Jürgen Kaack 04.06.2018, 15.07 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Fallbeispiele für den Ausbau von Infrastrukturen für schnelles Internet

Für den Breitbandausbau gibt es unterschiedliche Vorgehensweisen und Geschäftsmodelle. Der größte Teil des Ausbaus erfolgt unverändert auf eigenwirtschaftlicher Grundlage durch die Netzbetreiber. Dabei mögen die Gründe in der erwartenden Rendite liegen, strategischen Ansätzen zum Aufbau der Infrastruktur oder in wettbewerbstaktischen Überlegungen zur Fernhaltung von anderen Netzbetreibern. Dieser eigenwirtschaftliche Ausbau lässt sich von außen eigentlich nicht beeinflussen (mit der wichtigen Ausnahme der politisch gesetzten Rahmenbedingungen wie z.B. der Regulierung). Die durch Gebietskörperschaften beeinflussbaren Geschäftsmodelle habe ich aus der Erfahrung vieler Projekte in folgende Cluster unterteilt:

  • Ausbau nach finanziellen Zuwendungen zum Ausgleich einer Deckungslücke beim Netzbetreiber
  • (nicht-finanzielle) Motivation von Netzbetreibern zum Ausbau       
  • Ausbau durch Stadtwerke      
  • Kooperationen mit Infrastrukturbetreibern, die keine Netzbetreiber sind
  • Gründung von kommunalen Infrastrukturbetreibern      
  • Genossenschaften oder Zweckverbände als interkommunale Vorhaben
  • Ausbau mit bürgerschaftlichem Engagement      
  • Einbringung von vorhandenen Infrastrukturen und Nutzung von Sanierungsarbeiten im Straßenraum 

Bis Mitte letzten Jahres habe ich Fallbeispiele aus eigener Projekttätigkeit für Kreise, Kommunen und Stadtwerke veröffentlicht. Da ich mit Aufnahme der Projekt-Tätigkeit für das Breitband-Kompetenzzentrum in NRW im Februar 2016 keine eigenen Förderprojekte in NRW als Berater begleite, gibt es von mir erst mal keine neuen Fallbeispiele.

Die aus meiner Sicht sinnvollen Geschäftsmodelle sowie die rechtlichen und technischen Grundlagen habe ich zusammen mit zum Teil sehr ausführliche beschriebenen Fallbeispielen in dem Buch „Schnelles Internet in Deutschland - Geschäftsmodelle und Fallbeispiele für den Ausbau“ zusammengestellt. Der Stand des Inhaltes ist somit Frühjahr 2016 und seither hat sich einiges verändert. Insbesondere das Bundesförderprogramm hat zu Veränderungen im Markt beigetragen. Je mehr geförderter Ausbau stattfindet, desto weniger Potenzial verbleibt für eigene Infrastruktur-Vorhaben von Gebietskörperschaften und Stadtwerken (mit Ausnahme von denjenigen, die bereits mit dem Ausbau begonnen haben). Auch für neue Zweckverbände gibt es wohl kaum noch tragfähige Ansätze.

Die beschriebenen Geschäftsmodelle sind aber unverändert relevant und neue Ansätze sind nach meiner Erkenntnis nicht hinzugekommen. Die Möglichkeiten zur Einflussnahme der Gebietskörperschaften sind immer noch so wie in meinem Buch beschrieben. Insbesondere die Einsetzung von hauptamtlichen Breitbandkoordinatoren in Kreisen und kreisfreien Städten in NRW hat sich nach meinem Eindruck sehr bewährt. Bei den Fallbeispielen finden sich zwar auch eine Reihe von Vorhaben, die auf den FTTB-Ausbau gesetzt haben, die Mehrzahl erfolgte aber doch mit FTTC-Lösungen, da Angebote zum FTTB-Ausbau in Förderprojekten eigentlich erst seit Anfang 2017 in nennenswertem Umfang eingehen. Das in den Fallbeispielen in meinem Buch beschriebene Vorgehen ist bis auf die spezifischen Anforderungen der Förderprogramme immer noch gültig.

Aktuelle Fallbeispiele (aber auch eine Reihe von in meinem Buch beschriebenen) finden sich z.B. auf der Seite des Kompetenzzentrums Gigabit.NRW unter diesem Link.

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Jürgen Kaack 02.06.2018, 10.08 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Digitalisierung braucht Glasfaser!

Mitte 2018 besteht Einvernehmen, dass der Breitbandausbau mit durchgehenden Glasfaser-Trassen bis zum Hausanschluss erfolgen sollte, um zu nachhaltigen Infrastrukturen zu kommen. Als ich dies vor etwa zehn Jahren gefordert habe, und zwar auch für den ländlichen Raum, stand ich damit ziemlich alleine. Das Interesse der Netzbetreiber lag damals auf der möglichst langfristigen Ausnutzung der zum Teil schon vor 100 Jahren verlegten Kupferdoppelader. Betriebswirtschaftlich ist das verständlich, Politik und Regulierer sollten aber eher das volkswirtschaftliche Interesse im Blick haben. In den zehn Jahren hätte man viel erreichen können durch den konsequenten Aufbau eines passiven Leerrohrnetzes, mit dem man heute große Teile der Republik mit Glasfaser ausrüsten könnte. Leider ist es beim "könnte" geblieben und heute braucht man Steuergelder, um die jetzt natürlich vorhandenen Deckungslücken auszugleichen.

Anstatt schon vor Jahren die Förderung des Breitbandausbaus in unterversorgten Flächen mit Glaasfaser-Infrastruktur voranzutreiben, hat der Staat auf die Förderung zur Ertüchtigung der vorhandenen Kupfer-Anschlussnetze gesetzt. Noch bei dem im Dezember 2015 veröffentlichten Bundesförderprogramm zum Breitbandausbau ist eine Präferenz für diesen Weg mit dem Ausbau der FTTC-Netze ("Fiber -To-The-Curb") herauszulesen. Entsprechend haben Netzzbetreiber in den ersten Förderaufrufen bevorzugt FTTC-Lösungen angeboten. Unter großzügiger Auslegung der Förderrichtlinie haben schon früh Gebietskörperschaften für unterversorgte Gebiete Mindestbandbreiten von 100 Mbit/s im Up- und Downstream gefordert, die eigentlich nur mit Richtfunk oder Glasfaser-Anschlussnetzen realisiert werden können. Es zeichnet sich ab, dass zukünftig nur noch Netzinfrastrukturen auf der Basis von FTTB ("Fiber-To-The-Building") förderfähig sind - spät aber immerhin!

Durchgehende Glasfaser-Anbindungen sind die Voraussetzung für die Digitalisierung. Dabei geht es nicht nur um die reine Übertragungsgeschwindigkeit, im Massenmarkt sind derzeit keine Anwendungen vorhanden oder in nächster Zeit zu erwarten, die mehr als 100 Mbit/s benötigen. Aber die steigende Nutzung von Cloud-Diensten erfordert schnelle Upload-Geschwindigkeiten und symmetrische Bandbreiten. Zunehmend mehr Anwendungen in Industrie 4.0, Medizin und z.B. beim autonomen Fahren erfordern kurze Latenzzeiten, hohe Verfügbarkeit bei niedrigen Ausfallzeiten. Und natürlich wächst das zu übertragende Datenvolumen weiterhin stetig, derzeit mit ca. 20% im Jahr. Mittelfristig gibt es keine Alternative zu Glasfaser-Infrastrukturen.
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Jürgen Kaack 31.05.2018, 12.44 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Förderprogramme - nicht immer das beste Mittel zum Breitband-Ausbau

Der Ausbau der Breitband-Infrastruktur mit Glasfaser-Hausanschlüssen hat in letzter Zeit deutlich an Dynamik gewonnen. Das Bewusstsein für die Notwendigkeit zur Bereitstellung nachhaltiger und schneller Internetzugänge ist gestiegen, aber noch nicht überall ist diese Erkenntnis verinnerlicht. Der mit Abstand größte Teil des Breitbandausbaus erfolgt nach wie vor eigenwirtschaftlich durch die Netzbetreiber, die sich mit besseren Infrastrukturen zusätzliche Margen und eine bessere Wettbewerbsposition erhoffen. Erfolgt kein zeitnaher Ausbau auf eigenwirtschaftlicher Basis, ist oft der Griff nach Fördertöpfen die naheliegende Alternative. Förderprogramme können durchaus eine positive Wirkung auf die Versorgung weißer Flecken haben und auch den eigenwirtschaftlichen Ausbau stimulieren. Sie sind allerdings mit „Nebenwirkungen“ verbunden, die nicht immer im Vorfeld bedacht werden. Förderprogramme sind bürokratisch aufwändig, es dauert lange bis zur Inbetriebnahme von neuen Netzen und selbst nach der Fertigstellung bindet das jährlich einige Jahre lang zu erbringende Monitoring  Kapazitäten in den Kommunen.

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Jürgen Kaack 22.08.2017, 09.26 | (0/0) Kommentare | TB | PL

DigiNetzGesetz nicht zur Verhinderung von Betreiberprojekten mißbrauchen

Für den Ausbau der Glasfaser-Anschlussnetze halte ich die Nutzung anderer Tiefbaumaßnahmen zur Mit-Verlegung von Leerrohren und damit zur Senkung der Tiefbaukosten für eine sinnvolle Vorgehensweise. In vielen Fällen ist nur auf diesem Wege ein wirtschaftlicher Ausbau der Anschlussnetze möglich. Das im November 2016 verabschiedete DigiNetzGesetz gibt interessierten Nutzern das Recht zur Mitnutzung. Es liegen zwar noch nicht alle notwendigen Ausgestaltungen für dieses Gesetz vor,  so dass eine Reihe von offenen Punkten bleiben, z.B. die Ermittlung der angemessenen Kostenbeteiligung an einer Tiefbaumaßnahme. Sin nur die Mehrkosten für die Einbringung des eigenen Leerrohres oder eine möglicherweise Verbreiterung des Grabens zu zahlen, oder ist auch eine anteiligen Kostenübernahme für den eigentlichen Graben vorzusehen. Genauere und vor allem praktikable Regelungen wären hilfreich.

 

Wie das im DigiNetzGesetz festgeschriebene Mitverlegerecht eine geplante Ausbaumaßnahme bzw. das Betreibermodell des Infrastrukturbetreibers für ein Breitband-Anschlussnetz aber auch behindern kann, zeigt das Beispiel aus dem Landkreis Karlsruhe. Hier haben die  Netzbetreiber Deutsche Telekom und Unitymedia das Recht eingeklagt, die von der Gemeinde geplante Baumaßnahme zur Schaffung eines Glasfaser-Anschlussnetzes nutzen zu dürfen, um eigene Breitband-Anschlüsse zu verlegen. Mehr Angebote schaffen zwar Wettbewerb zum Vorteil der Kunden, ein Wettbewerb bei Leerrohrnetzen ist aber nicht sinnvoll. Die parallele Verlegung von Anschlussnetzen ist eigentlich nicht erforderlich, wenn der offene Netzzugang zu marktgängigen Preisen möglich ist. Ich habe schon vor längerem vorgeschlagen, die Möglichkeiten zur Vergabe einer Konzession für ein Glasfaser-Anschlussnetz zu prüfen. Dieser Art der Nutzung des DigiNetzGesetzes könnte die Umsetzung von Ausbaumaßnahmen von Stadtwerken und Kommunen nach dem Betreibermodell massiv beeinträchtigen. Wer will Anschlussnetze bauen, wenn er nicht sicher sein kann, ob die geplanten Kundenzahlen erreicht werden und ein Projekt vielleicht nie die Amortisationsgrenze erreicht. Hier sollte vom Gesetzgeber dringend unterbunden werden, dass das DigiNetzGesetz so ausgelegt wird, dass Baumaßnahmen zur Verlegung von Glasfaser-Anschlussnetzen zur Schaffung von parallelen Infrastrukturen missbraucht werden - zumindest dann nicht, wenn ein offener Zugang zu den Leerrohren und Anschlussnetzen zu marktüblichen Mietpreisen gewährleistet ist. Die Ausbauaktivität insbesondere von Stadtwerken und Kommunen ist aus meiner Sicht dringend erforderlich, um das Ziel einer flächendeckenden Glasfaserversorgung in Deutschland in knapp zehn Jahren zu erreichen.

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Jürgen Kaack 19.08.2017, 11.46 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Vorprodukte für Vectoring-Ausbau von der EU genehmigt

Die EU-Kommission hat den Netzbetreibern Deutsche Telekom, DNS:NET und NetCologne die Vorprodukte für Vectoring genehmigt, die anderen Netzbetreibern den Zugang zum Vectoring-Netz ermöglichen, ohne einen physischen Zugang zu bieten. Mit diesen "VULA"-Vorprodukten wird somit auch der Ausbau der Vectoring-Netze förderfähig. VULA ist ein ungebündeltes virtuelles Zugangsprodukt auf der Basis eines Bitstream-Zugangs. Für Kreise, die in den ersten Förderrunden im Bundesförderprogramm einen Antrag auf Basis eines FTTC-Ausbaus gestellt haben, ist das eine gute Nachricht, da ihre Vorhaben jetzt eine Rechtsgrundlage erhalten. 

 

Ansonsten ist die Förderfähigkeit von Brückentechnologien ein erheblicher Rückschritt, da Vectoring-Netze in absehbarer Zeit wieder überbaut werden müssen mit Glasfaser-Anschlussnetzen. Sowohl Bund als auch das Land fordern einen flächendeckenden FTTB-Ausbau bis 2025. Für dieses Ziel ist ein Vectoring-Ausbau kontraproduktiv und schädlich. Antragsteller für einen geförderten Breitband-Ausbau können aber bereits heute diese Falle umgehen, indem im Förderantrag eine symmetrische von mindestens 100 Mbit/s-Leistung gefordert wird. Vectoring ermöglicht im Upstream derzeit nur bis zu 40 Mbit/s. Für die Antragsteller aus den ersten Förderrunden zum Bundesförderprogramm hatten zum Teil keine andere Wahl als auf einen FTTC-Ausbau mit Vectoring-Technik zu setzen, da in der Interessenbekundung kein Netzbetreiber einen FTTB-Ausbau in Aussicht gestellt hat. Mit der Genehmigung der VULA-Produkte wird dem formalen Anspruch auf einen offenen Netzzugang Rechnung getragen, ob dieses Angebot in der Praxis von anderen Netzbetreibern in größerem Umfang genutzt wird, bleibt abzuwarten. Skepsis zu einer marktwirtschaftlichen Auswirkungen erscheinen angebracht.

 

Den Pressetext der EU-Kommission zu der aktuellen Entscheidung findet sich unter diesem Link.

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Jürgen Kaack 17.08.2017, 12.27 | (3/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

Konzeptstudie zu Digitalsierung und Migration zu Glasfaser-Netzen als eBook

Einzelne Kapitel aus meiner Konzeptstudie zu Digitalisierung und Migration zu Glasfaser-Anschlussnetzen habe ich in letzter Zeit hier veröffentlicht. Die Konzeptstudie ist jetzt als zusammenhängender Text, ergänzt um Kapitel zur Technologiemigration, der Steigerung des Nutzungsverhaltens sowie einem Fazit, in Form eines kurzen eBooks verfügbar.



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Jürgen Kaack 14.08.2017, 17.33 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

VDSL-Ausbau in Kerken

Die Gemeinde Kerken im Kreis Wesel erhält im eigenwirtschaftlichen Ausbau in den großen Ortsteilen ein FTTB-Netz, nachdem eine Bürgerinitiative mit sehr viel Aufwand eine 40%-Quote an Vorverträgen erreicht hat. Telekom baut die kleineren Ortsteile jetzt mit VDSL aus, die bislang auch im Sinne der Aufgreifschwelle für das Landesprogramm GAK mit < 6 Mbit/s unterversorgt waren. Der jetzt erfolgende Ausbau ist die bauliche Umsetzung aus einem GAK-Förderprojekt, das ich noch vor dem Beginn der Tätigkeit für Breitband.NRW als Berater begleitet habe. Für mich war es ein besonders spannendes Projekt, da die Konzeption für ein aus Streusiedlungen und dem in NRW längsten Straßendorf eine besondere Herausforderung darstellt. Daher freut es mich umso mehr, dass nicht nur das Projekt erfolgreich abgeschlossen wurde, sondern der Ausbau jetzt unmittelbar bevorsteht.


Den Förderantrag hat die Gemeinde Ende 2015 an die Bezirksregierung gestellt. Bis zur Bewilligung und der Umsetzung kann es bei Förderprojekten schon mal länger dauern, das ist beim aktuell stark genutzten Bundesförderprogramm auch nicht anders, drei Jahre sind dabei schon eine eher kurze Frist. Der Kreis Kleve hat im Juli den vorläufigen Förderbescheid vom BMVI für den kreisweiten Ausbau der weißen Flecken erhalten.

 

Kerken erhält somit neben dem Ausbau der unterversorgten Außenbereichen auf der Basis einer GAK-Förderung einen Ausbau mit FTTB auf der Grundlage des Bundesförderprogramms in den Gebieten, die mit mehr als 6 Mbit/s, aber weniger als 30 Mbit/s versorgt sind.  Die derzeit nicht förderfähigen Gebiete erhalten den eigenwirtschaftlichen FTTB-Ausbau. So werden die derzeit vorhandenen Möglichkeiten voll ausgeschöpft. Natürlich hätten auch die Außenbereiche einen FTTB-Ausbau erhalten können, nur war 2015 noch kein Netzbetreiber hierzu bereit.

 

Einen Artikel zum geplanten VDSL-Ausbau findet man unter diesem Link.

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Jürgen Kaack 11.08.2017, 13.33 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Glasfaser-Ausbau in Erftstadt

Die Ortsteile Niederberg und Borr in Erftstadt erhalten einen Glasfaser-Ausbau von Unitymedia, nachdem sich eine Bürgerinitiative erfolgreich für die Nachfragebündelung eingesetzt hat. Als ich 2009 die Stadt bei einem Förderprojekt für unterversorgte Stadtteile beratend begleitet habe, lag die Aufgreifschwelle bei 6 Mbit/s und gefordert wurden nach dem Ausbau 16. Kein Betreiber hatte damals eine Interessenbekundung oder ein Angebot für einen Ausbau mit Glasfaser-Hausanschlüssen abgegeben, so dass letztlich "nur" ein VDSL-Ausbau umgesetzt wurde. Mit damals ca. 15.000 betroffenen Einwohnern dürfte dieses Projekt immer noch das oder eines der größten GAK-Einzelprojekte in NRW sein. Zukünftig wird es im Rahmen der Gigabit-Strategie darum gehen, wie die heute mit > 30 Mbit/s ausgebauten Stadtteile im Zuge einer Migration Glasfaseranschlüsse erhalten. Mit der Fragestellung steht Erftstadt aber nicht alleine. Ein Artikel zu dem aktuellen Ausbauvorhaben findet sich bei Unitymedia.
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Jürgen Kaack 10.08.2017, 19.34 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Veranstaltung der IHK-Niederrhein zum Thema Breitband und Digitalisierung

Morgen findet in Duisburg eine Veranstaltung der IHK-Niederrhein statt zu den Themen Breitband und Digitalisierung. Ich werde mit einem Vortrag zu den Möglichkeiten für einen geförderten Breitband-Ausbau dabei sein. Ankündigung bei RP-Online mit den Hinweisen zur Anmeldung findet sich unter diesem Link.
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Jürgen Kaack 09.08.2017, 10.52 | (0/0) Kommentare | TB | PL