Blogeinträge (themensortiert)

Thema: Ahnenforschung

Die frühesten Vorfahren

Die frühesten Vorfahren, die ich identifizieren konnte, waren Sachsen. Das liegt aber wohl in erster Linie daran, dass es hier mythologische Überlieferungen gibt, die rechnerisch bis zum Jahr 110 vor Christus zurückreichen. Die Verlässlichkeit dieser Angaben ist weder im Hinblick auf die Daten noch die Familienzusammenhänge zu hoch. Die Texte wurden zum Teil erst einige Hundert Jahre nach dem Ereignis niedergeschrieben und beruhen in erster Linie auf mündlichen Überlieferungen.

Die nachfolgende Grafik zeigt eine Ausschnitt aus der Zeitlinie, übereinander eingetagene Personen sind nicht zwangsläufig mit einander verwandt. Hundert Jahre später lebte Hengiste von Sachsen, der um 395 geboren wurde und zusammen mit anderen Sachsen nach England zog, um den Einwohnern Schutz gegen Wikinger-Überfälle zu gewähren, und dort zum König von Kent ernannt wurde. Er kehrte wieder in die Heimat zurück, wo er 478 starb. Sein Sohn Oisic wurde nach ihm König von Kent.


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Jürgen Kaack 06.08.2018, 15.30 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Der glückliche Ausgang eines Schiffsuntergangs 1865

Schiffsunglücke gab es in der Geschichte der Seefahrer von Sylt immer wieder, viele davon mit einem tragischem Ausgang, der Frauen zu Witwen und Kinder zu Waisen gemacht hat. Nachdem die vier Brüder Wachsmuth um 1830 nach Sylt kamen und sich an unterschiedlichen Orten niedergelassen haben, wurden einige männliche Nachkommen Seeleute.

Zu dieser Gruppe gehörte auch der am 26.06.1842 in Archsum geborene Meinert Nicolai Wachsmuth, der sich zu Kapitän hochgearbeitet hat und mehrfach Kap Hoorn umrundet hat, um Waren nach Nordamerika zu bringen. 1865 geht sein Schiff vor Oregon unter. Er hängt danach die Seefahrt an den Nagel und widmet sich einem Geschäft, das er noch auf Sylt erlernt hat, der Austernzucht und der Austernfischerei. Aus diesen Anfängen entsteht in Portland ein Austernhandel und später ein bis heute im Familienbesitz befindliches Austernrestaurant. 

Die ausführliche Geschichte der Familie Wachsmuth und des Kapitäns Meinert Nicolai Wachsmuth findet sich in meiner Chronik „Heimat Sylt - Chronik der Familie Kaack“ oder in kürzerer Form auf meiner Homepage zur Familiengeschichte unter diesem Link.


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Jürgen Kaack 04.08.2018, 10.10 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Haus Schöneck in Westerland im Wandel der Zeit

Zum Ende des 19. Jahrhunderts wurden zahlreiche Gebäude in Westerland errichtet, um dem wachsenden Bedarf durch Touristen gerecht zu werden. In der Süderstraße 2 wurde vermutlich von Familie Lambeck ein Eckhaus mit einem markanten Türmchen gebaut und als Pension "ersten Ranges" angepriesen. Anfang des neuen Jahrhunderts hat wohl die Tochter der Lambecks einen Herrn Krone geheiratet und das Haus weiterhin als Pension unter dem Namen "Haus Lambeck" betrieben. Zugänglich war die "älteste und vornehmste" Pension allerdings nur für für "Herrschaften christlichen Glaubens". Die Zimmer kosteten 1910 zwischen 15 und 45 Mark pro Woche!

Um 1920 wurde das Haus an die "Deutsche Gesellschaft für Kaufmanns-Erholungsheime e.V." verkauft und unter dem neuen Namen Haus Schöneck Teils des "Nordfriesischen Heims", zu dem auch das Parkhaus sowie die Häuser Martha, Germania und Wilhelminenburg gehörten. Insgesamt konnten im Nordfriesischen Heim 210 Personen beherbergt werden. Um 1935 wurden die Häuser verkauft. Haus Schöneck behielt seinen Namen, wurde allerdings in Mietwohnungen aufgeteilt. Familie Carstensen ist 1938 in eine der Erdgeschoss-Wohnungen eingezogen und hat dort bis 1957 gewohnt.

Eine Serie von von zehn Bildern aus der Zeit von ca. 1900 bis 2018 habe ich unter diesem Link als kurzes Video bereitgestellt.

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Jürgen Kaack 01.08.2018, 18.28 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Badevergnügen in Westerland vor 100 Jahren



Auch vor gut 100 Jahren gab es warme Sommer auf Sylt und auch damals war das Baden im Meer eine angenehme Abkühlung. Das obige kolorierte Foto zeigt eine Strandszene von 1912. Das Foto gehört zu einer kleinen Serie von 12 Original-Fotos aus dem gleichen Verlag, die ich vor einiger Zeit erwerben konnte. 

Weitere Fotos dieser Serie, die nur den Strand, die Promenade und die Strandstraße als Motiv zeigen,  finden sich auf meiner neuen Webseite kaack.org unter dem Link „Westerland 1912“.

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Jürgen Kaack 31.07.2018, 18.53 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Salzsieder, Partizier und Ratsherr: Alard von Schiltstein aus Lüneburg

Ein früher Vorfahre ist der 1205 geborene Alard von Schiltstein aus Lüneburg. Hier war er Salzsieder, Partizier und Ratsherr. Ein interessanter Einblick in eine lange zurückliegende Vergangenheit, der ich ein Kapitel in der Rubrik "Einzelschicksale" auf meiner Homepage kaack.org zur Familiengeschichte-Kaack gewidmet habe. Alard wurde vermutlich nur 45 Jahre alt und starb 1250. Sein Schwiegervater Jacob von dem Sande war um 1230 Bürgermeister in Lüneburg. Eine Nachfahrin von Alards ältester Tochter Mechtild war die 1535 - 11 Generationen später - geborene Dorothea Steffens, die den aus Brabant geflohenen Landschreiber Antonius Steinhaus geheiratet hat.

Von den Vorfahren von Alard habe ich nur noch seinen Vater und Großvater identifizieren können, die beide den Namen Nikolaus von Schiltstein getragen haben. Sein Großvater dürfte allerdings auch schon um 1150 geboren worden sein.

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Jürgen Kaack 31.07.2018, 14.41 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Stammbaum online

Mit neuen Erkenntnissen aus den letzten Wochen habe ich meinen Stammbaum ergänzt. Insbesondere durch die Nebenlinie von Heinrich Struve und ihre Nachkommen in Estland und Russland sowie die Vorfahren der Ehepartner ist die Datenbank auf jetzt über 13.000 Personen angewachsen. Da nicht immer alle Quellen eindeutig sind, kann ich für Fehler nicht garantieren. Die Online-Version des Stammbaums ist über diesen
Link
in jedem Browser zu öffnen. Viel Spass beim Durchschauen!
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Jürgen Kaack 27.07.2018, 11.12 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Ein Sommertag in Westerland im Jahr 1897



Passend zur derzeitigen Witterung ein Photochrom-Druck vom Strand vor Westerland. Die Aufnahme wurde um 1897 gemacht und wenn man die Strandbekleidung so ansieht, dann war es damals wohl nicht so heiß wie heute.

Eine Reihe von Photochrom-Drucken findet sich auf meiner Homepage unter der Rubrik „Photochrom-Drucke von Westerland im Jahr 1897“. Die Qualität und Farbbrillianz dieser 120 Jahre alten Drucke fasziniert immer wieder aufs Neue.

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Jürgen Kaack 26.07.2018, 14.50 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

Familie Struve von Landwirten zu Astronomen

Vor Kurzem habe ich neue Informationen zu einer Linie von Vorfahren aus dem Weiler Sommerland im Kreis Steinburg erhalten. Einer der frühen Vorfahren hat danach einen weiteren Sohn und die Entwicklung der Nachkommen dieses Sohnes unterscheidet sich erheblich von der Entwicklung in den anderen Familienzweigen. Doe ältesten Vorfahren sind Landwirte. Der 1755 geborene Jacob Struve durchbricht die Tradition und besucht erst das Gymnasiumin Altona und studiert dann in Göttingen Mathematik. Das Foto von Jacob Struve stammt aus dem Ortsarchiv der Gemeinde Horst (Holstein) - Ortsarchiv der Gemeinde Horst (Holstein), Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=17592509

Unter seinen Nachkommen finden sich zahlreiche Mathematiker und Astronomen, insbesondere der 1793 in Altona geborene Dr. Friedrich Georg Wilhelm Struve, der erst in Estland Direktor an der Sternwarte Dorpa wird und dann der erste Direktor der neuen Sternwarte in Pulkovo bei St. Petersburg wird. Eine Reihe von Kindern und Enkeln folgt ihm nach. 

Das Foto von Friedrich Georg Wilhelm von Struve stammt von Wikipedia
gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=319594.


Der letzte aus dieser Linie hervorgehende Astronom ist der 1914 geborene Dr. Wilfried von Struve. Unter den zahlreichen Nachkommen ist ein Diplomat, der als Botschafter für das russische Zarenreich in Tokio, Washington und Den Haag tätig war. Es findet sich aber auch ein Ökonom und Philosoph, der Chefredakteur verschiedener Zeitschriften war, als Abgeordneter in der zweiten Staatsduma saß und während der Oktoberrevolution Mitglied der weißrussischen Gegenregierung. Nach dem Zusammenbruch der Konterrevolution ist er nach Paris geflohen.

Einen ausführlicheren Text findet man auf meiner Homepage zu Familengeschichte-Kaack unter der Rubrik "Einzelschicksale". Diese Geschichte der Familie Struve findet sich noch nicht in meiner Chronik "Heimat Sylt".

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Jürgen Kaack 25.07.2018, 16.38 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Lichtdrucke von Westerland 1890



Lichtdrucke waren eine hochwertige Drucktechnik, mit der Schwarz-Weiß-fotos mit hoher Auflösung und gutem Kontrast produziert werden konnten. Im Gegensatz zu heutigen Drucktechniken erfolgt der Druck flächig. Mein Urgroßvater betrieb Ende des 19. Jahrhunderts eine von gut 100 Lichtdruckereien in Deutschland. Einige seiner Werke (u.a. das obige Foto) habe in den letzten Jahren beschaffen können. Einige weitere seiner Fotos und Informationen zum Druckverfahren finden sich auf der Seite „Lichtdrucke von 1890“ auf meiner Homepage Familiengeschichte-Kaack

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Jürgen Kaack 23.07.2018, 17.18 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Die Welt der Friesen im Wandel



Die Welt der Friesen ist in der Vergangenheit von vielen äußeren Einflüssen verändert worden. Sturmfluten waren wiederkehrende Ereignisse mit teilweise katastrophalen Einschnitten und vielen Todesopfern. Hungersnöte und Armut waren aber ebenso typische Ereignisse. Veränderungen brachte die Entwicklung der Seefahrt, zunächst in Form von Küstenfahrten, dann mit dem Walfang vor Grönland, der viele Kapitäne zu Wohlstand verholfen hat. Nach dem Walfang kam die Handelsseefahrt und erst ab 1855 zog der Tourismus auf Sylt ein, mit einschneidenden Veränderungen bis zum heutigen Tag.

In meinem Buch „Heimat Sylt“ habe ich diese regionalhistorischen Aspekte behandelt und jetzt sind Ausschnitte auf meiner neuen Seite zur Familiengeschichte-Kaack (www.kaack.org) zugänglich. Einige wesentliche Änderungen in der Welt der Friesen finden sich auf der Seite „Friesen“.

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Jürgen Kaack 15.07.2018, 13.08 | (0/0) Kommentare | TB | PL