Blogeinträge (themensortiert)

Thema: Ahnenforschung

König von Jerusalem Balduin I. von Boulogne

Eustach III. von Boulogne ist ein Sohn der Gräfin Ida von Niederlothringen und Graf Eustach II. von Boulogne und ein direkter Vorfahre. Er hatte zwei Brüder, die 1096 Anführer des ersten Kreuzzugs wurden. Einmal war dies der Herzog von Niederlothringen Gottfried von Bouillon (geboren am 18.09.1060 in Brabant und gestorben mit 39 Jahren am 18.07.1100 in Jerusalem). Der andere Bruder ist Balduin I. von Boulogne (nach 1060 bis 02.04.1118). Auch Eustach III. hat sich dem ersten Kreuzzug angeschlossen und dabei an der Belagerung von Jerusalem und der Schlacht von Askalon teilgenommen. Um 1100 ist er aber wohl nach Boulogne zurückgekehrt, um sich um seine Grafschaften zu kümmern.

Balduin I. war bis 1986 Kanoniker von Reims und ist dort ausgeschieden, da die Kirchenreform die Kumulierung von Pfründen untersagte. Gemeinsam mit seiner ersten Frau Godehilde von Tosny (um 1065 bis 1097) und seinen Brüdern ist er 1096 zu dem ersten Kreuzzug aufgebrochen. In Ungarn wurde er Geisel von König Koloman, um zu garantieren, dass die Kreuzfahrer nicht im Land plünderten. In Heraclea hat er mit seinem Bruder Gottfried und Tankred vom Hauptheer abgesetzt, um nach Kilikien zu ziehen. Hier wollten sie sich ein eigenes Herrschaftsgebiet sichern. 1097 übernahm Balduin die Stadt Tarsus von Tankred und schuf auf der Basis einer Piratenflotte aus Boulogne eine Garnison.

Da die Streitkräfte der beiden für eine Feldschlacht zu schwach waren, marschierten sie gemeinsam in Richtung Antiochia und schlossen sich wieder der Haupttruppe an. Erst jetzt erfuhr er, dass seine Frau zwischenzeitlich verstorben war und er damit keinen Anspruch mehr auf die Ländereien ihrer Familie in der Normandie hatte.

...weiterlesen

Jürgen Kaack 09.12.2018, 20.07 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Die Geschichte von Godefried Haraldsson genannt „Klak-Harald“


Die folgende Lebensgeschichte meines Vorfahren König Godefried Haraldsson "Klak-Harald" findet sich auf meiner Homepage zur Familienforschung-Kaack unter der Rubrik Geschichte der Famiienzweige.

Nach dem gewaltsamen Tod von König Halvdan Haraldsson II. im Jahr 810 und seinem designierten Nachfolger und Neffen Hemming im Jahr 812 brach ein erbitterter Erbfolgestreit aus, in dem die beiden Konkurrenten Anulo und Sigfrid II. ums Leben kamen. In der Folge wurden die Brüder Ragnfried und Godefried Haraldsson "Klak-Harald" als gemeinsame Könige von Jütland inthronisiert. 813 erneuern beide den 811 mit König Karl dem Großen geschlossenen Friedensvertrag, mit dem die Eider als Grenze zwischen Dänemark und dem fränkischen Reich festgeschrieben wird. Darauf wurde ihr Bruder Hemming, der als Geisel am fränkischen Hof lebte, zu seinen Brüdern nach Hause entlassen.

814 kehren die Konkurenten um den Thron mit einem schwedisch-dänischen Heer aus der schwedischen Verbannung zurück und vertrieben die Brüder als Könige von Jütland. Bei den folgenden erbitterten Kämpfen sterben Haralds Bruder Ragnfried und Gottfried, einer der Angreifer. Klak-Harald flieht daraufhin mit einem Bruder Rörik ins Frankenreich und wird noch im selben Jahr Lehensmann von Kaiser Ludwig dem Frommen. 815 fiel Ludwig mit einem Heer aus Sachsen und Obodriten in Jütland ein und plündern das Land. Klak-Harald kann die Herrschaft über den südlichen Teil von Jütland und Haithabu zurückerringen, aber schon 817 wird er erneut vertrieben.

...weiterlesen

Jürgen Kaack 08.12.2018, 11.59 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Die Westgoten (Visigothen und Terwinger) während der Völkerwanderung

Der folgende Text stammt von meiner Homepage zur Familienforschung und ist unter diesem Link zu finden.

Die Westgoten waren ein germanischer Stamm und werden nach ihrem mutmaßlich frühesten Siedlungsgebiet nördlich der Donau Terwinger (aufgrund ihres Siedlungsgebietes an der Donau im Sinne von die „Waldleute“) oder Visigothen (selbsternannt als die „Edlen oder Guten“). Nördlich von ihrem Stammesgebiet lebten an der Ostsee die Rugier und wohl auch die Heruler, südlich von  ihnen war das Gebiet der Vandalen. In die frühe Geschichte der Westgoten fließen mündliche Überlieferungen und Mythen ein, vermutlich aber auch eine Reihe von Erfindungen der Geschichtsschreiber aus dem 6. Jahrhundert.

Nach diesen Überlieferungen sollen die Goten aus Skandinavien von einer Insel Scandza kommen und von ihrem Führer König Berik (geboren um das Jahr 65) an die baltische Küste gezogen sein. Fünf Generationen (im Stammbaum finde ich nur drei) später haben sie sich nach diesen Überlieferungen unter dem legendären Fürsten oder König Filimer (geboren um das Jahr 145 und gestorben um 195) auf den Weg nach Süden bis ans Schwarze Meer begeben, nachdem die Größe des Volkes stark gestiegen war. Diese Wanderung war wohl eine recht langsam, aber früh im 3. Jahrhundert konnten die Goten an der Nordküste des Schwarzen Meeres im Gebiet der heutigen Ukraine nachgewiesen werden. In dieser Zeit erlitt das römische Reich durch innenpolitische Instabilität eine Reichskrise. Im Jahr 238 überfielen die Goten zusammen mit einem anderen Stamm die römische Siedlung Histria südlich der Donaumündung. Die Siedlung wurde geplündert und vor dem Abzug zu Tributzahlungen verpflichtet.

Als Kaiser Philippus Arabs nach zehn Jahren keine Tribute mehr zahlte, fielen die Goten im Jahr 250 unter ihrem Anführer Kniva (ich habe in meinem Stambaum einen König Knivida gefunden, der um 180 geboren wurde. Ob es sich um denselben handelt, kann nicht festgestellt werden.) in die römischen Provinzen Dakien, Mösien, Thrakien und Illyrien ein, die alle an der Nordküste des Schwarzen Meeres liegen. Der auf Philippus folgende Kaiser Decius wurde in einer Reihe von Schlachten besiegt und fiel schließlich in der Schlacht von Abrittus im Jahr 251. Danach einigte man sich zunächst wieder auf die Zahlung von Tributen, aber schon 252 besiegte der damalige Statthalter und spätere Kaiser Aemilianus das Heer von Kniva und stellte im Folgejahr die Tributzahlungen erneut ein. Ein erneuter Einfall in Thrakien und Mösien konnte abgewehrt werden, aber 254 drangen die Goten bis Thessaloniki vor. Die Römer hatten die Zeit genutzt, um die in Phase des Pax Romana unbefestigten Städte zu befestigen.

...weiterlesen

Jürgen Kaack 04.12.2018, 18.13 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Die Ostgoten während der Völkerwanderung

Die Goten waren ein ostgermanischer Volksstamm, der ursprünglich möglicherweise aus der Gegend der Weichselmündung siedelte. Es könnte auch sein, dass die Goten ursprünglich im Raum des Schwarzen Meeres ansässig waren. Vermutlich sind die Goten erst durch einen Zusammenschluss mehrerer Stämme entstanden. Militärische Konflikte mit den römischen Herrschern bestimmte die Zeit nach dem 3. Jahrhundert. In ungeklärten Bedingungen kam es zur Aufspaltung in Ostgoten (Ostrogothi) und Westgoten (Visigothi). Einigermaßen sicher scheint die Geschichte der Goten nach 238. In diesem Jahr haben Goten die Donau überquert und wurden von römischen und griechischen Geschichtsschreibern beachtet.

Die – mit entsprechenden Unsicherheiten – frühesten Vertreter der Linie der Ostgoten sind ein Tror und sein um 445 vor Christus geborener Sohn Vingener Loridi. Dessen Ur-Urenkel ist Vingener II. Vingethorsson, der als König von Troja bezeichnet wird und um 340 vor Christus geboren wurde. Über zehn Generationen finden sich immer wieder Nachkommen mit dem Titel eines Königs von Troja, erst der um 60 geborene Hulmul wird als König der Ostgoten tituliert. Auf ihn folgen elf Generationen mit Königen oder Prinzen von den Ostgoten. Um 413 wird im Reich der Skythen (Ukraine) König Theodemir I. geboren. Die Geschichte von Theodemir I. und seinem Sohn Theoderich „dem Großen“ wird recht anschaulich bei Wikipedia beschrieben, so dass ich im Folgenden weitgehend Auszüge aus dem entsprechenden Beitrag zitiere (https://de.wikipedia.org/wiki/Goten):

Ein Abbild von Theoderich dem Großen auf einem MedaIlion aus Senigallia (Quelle: Von Unbekannt - http://archeoroma.beniculturali.it/musei/museo-nazionale-romano/palazzo-massimo/medagliere/collezione-francesco-gnecchi, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org

Die Größe des Herrschaftsgebietes von Theoderich zeigt die folgende Karte (entnommen bei Wikipedia: Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=597014).


  

 

„Der Sohn des Ostgotenkönigs Theodemir I. (413 bis 474), Theoderich, kam als Geisel an den Hof in Konstantinopel (wohl von 459 bis 469). Nach seiner Entlassung erkämpfte er sich die Herrschaft über einen Teil der Ostgoten auf dem Balkan und wurde nach dem Tod seines Vaters 474 deren König. Unter den Ostgoten in oströmischen Diensten gab es für Theoderich Rivalen um die Herrschaft, z.B. durch den Heermeister Theoderich Strabo. Erst nach dem Unfalltod Strabos 481 konnte sich Theoderich der Große endgültig durchsetzen.

Im Auftrag des Kaisers Zeno zog der Heermeister Theoderich 488 mit dem Großteil der Ostgoten nach Italien, um Odoaker zu vertreiben, welcher 476 Romulus Augustus abgesetzt hatte und als patricius das Land regierte. Die Goten marschierten 489 in Italien ein. Theoderich sollte Rom und Italien für das Imperium zurückerobern, bis der Kaiser selbst in den Westen kommen würde. Nach zweijähriger Belagerung Ravennas konnte Theoderich Odoaker in der Rabenschlacht besiegen. Obwohl beide sich bereits über eine gemeinsame Regierung Italiens geeinigt hatten, ermordete Theoderich seinen Gegenpart am 5. März 493 in Ravenna und herrschte fortan als princeps Romanus und „an Stelle des Kaisers“ über Italien. Zeno war 491 gestorben und sein Nachfolger Anastasius erkannte Theoderich, der sich offenbar nochmals als rex akklamieren ließ, zunächst nicht an. 497/498 kam es zu einer vorläufigen Einigung zwischen Ravenna und Konstantinopel, wobei sich die Duldung der gotischen Herrschaft aus Sicht des Kaisers wohl nur auf Theoderich, nicht auf etwaige Nachkommen bezog. Ob Theoderich fortan eher als König eines italischen Ostgotenreich zu sehen ist oder eher als weströmischen Regierungschef in der Tradition Ricimers, ist in der Forschung umstritten.

Nach Ausschaltung der Konkurrenz im eigenen Lager war die Herrschaft Theoderichs jedenfalls gekennzeichnet von der Anknüpfung an die spätantike Verwaltungspraxis in Italien, vom Bestreben um einen Ausgleich zwischen Goten und Römern (die Arianer und Katholiken waren) und die Konsolidierung der Macht (Heirats- und Bündnispolitik). Er konnte jedoch nicht die Etablierung der fränkischen Herrschaft über Gallien verhindern und nur die Mittelmeerküste blieb nach 507 zunächst gotisch. 511 machte er sich zum rex über die vier Jahre zuvor von den Franken besiegten Westgoten, während es im Inneren zu einer kulturellen Spätblüte Italiens kam. Die letzten Jahre des Theoderich wurden überschattet von wachsenden Spannungen mit Konstantinopel, die zu Fehlentscheidungen wie der Hinrichtung des Boethius wegen Hochverrats beitrugen. Theoderich starb schließlich am 30. August 526, wobei zahlreiche Legenden über seinen Tod entstanden. Sein Grab in Ravenna ist leer.

...weiterlesen

02.12.2018, 09.24 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Die Heruler - ein ostgermanischer Volksstamm

Die Heruler sind der gotischen Gruppe der Ostgermanen zuzurechnen. Die genaue Herkunft der Heruler ist ungeklärt. Eine Vermutung ist eine Abstammung aus dem Ostseeraum am Südufer oder an der nördlichen Küste in Skandinavien. Offensichtlich waren sie zu den Zeiten des Zusammentreffens mit den Römern gute Seefahrer und das Meer hat eine wichtige Rolle bei der Ausbildung des Volkscharakters gehabt. Der Stammessage nach haben Dänen die Heruler aus ihrem Siedlungsgebiet vertrieben. Tatsächlich kehrte ein Teil der Heruler nach der Niederlage in der kriegerischen Auseinandersetzung im Jahr 512 mit den Langobarden nach Skandinavien gezogen sind.

Nach der Vertreibung durch die Dänen haben sich die Heruler in zwei Gruppen aufgeteilt, eine ist als West-Heruler um 286 über Norddeutschland an den Niederrhein gezogen und hat sich dort niedergelassen. Nach einer Niederlage gegen den römischen Kaiser Maximian wird eine Hilfstruppe mit Herulern als leichte Infanterie aufgestellt. Diese Einheit (Auxilium der Heruler) findet im 4. Jahrhundert mehrfach Erwähnung. Die Einheit kämpft 366 gegen die Pikten und wird im selben Jahr für einen Feldzug gegen die Perser aufgestellt. 368 kämpfen sie siegreich gegen Pikten, Skoten und Attakotten bei London. Das Volk der West-Heruler hat mehrfach Raubzüge in das römische Gebiet unternommen. 409 könnten sie gemeinsam mit andern Stämmen an einem Raubzug durch Gallien beteiligt gewesen sein. 456 plündern 400 Heruler von See aus die Küste von Galläcien in Italien. Vermutlich siedelten die West-Heruler schließlich im Gebiet der Mark-Brandenburg. Mit der wachsenden Macht der Franken werden die West-Heruler zurückgedrängt. Hilfe suchten sie bei dem Westgotenkönig Eurich (466 bis 484). Theoderich, der König der Ostgoten, hat ihnen Anfang des 6. Jahrhunderts einen Brief geschrieben, indem er sie zusammen mit den Warnen, Thüringern um Unterstützung bei der Erhaltung des Friedens bittet. In dieser Zeit haben sich die Spannungen zwischen Westgoten und Franken verstärkt. Die Allianz hat vermutlich das Ende der West-Heruler beschleunigt, denn anschließend verschwinden sie.

...weiterlesen

Jürgen Kaack 30.11.2018, 22.11 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Die keltischen Königreiche Domnonia, Icenia und Trinovantes

Wenn man die Vorfahren von Hausmeier Pipin II., dem „Mittleren“, folgt, kommt man über den Herzog Ansegisel von Brabant (610 bis 16.12.679) und seinen Vater, Bischof Arnulf von Metz (13.08.582 bis 18.07.640) zu dessen Großvater Gondolfus Mummolin von Therouanne (535 bis 567). Gondolfus Großvater, König Lambert II. von Therouanne, hat die 462 geborene Gancia von Cornouaille geheiratet. 

  

(Die Zeichnungen von Uther Pendragon und Gwned ferch Cunedag stammen von Wikipedia: Von Howard Pyle - Scanned from The Story of King Arthur and His Knights by Howard Pyle, Charles Scribners, 1903., Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=4381264und Howard Pyle - http://www.oldbookart.com/…/howard-pyle-king-arthur-and-hi…/
Public Domain,https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=18494753
)

Als Gancias Eltern werden Igraine von Tintagel und Bois und König Uther Pendragon von Domnonia genannt. Der Namenszusatz „Pendragon“ bedeutet vermutlich oberster Anführer und in der Sage ist Uther der Vater von König Artus. Ob Uther tatsächlich existiert hat, ist offen. Die Figur in der Artus-Sage könnte auch der Heerführer Ambrosius Aurelianus gewesen sein. Uthers Großvater war Lancelot aus der Bretagne, König der Briten, der um 500 geboren sein müsste. Igraines mutmaßlicher Vater war Amlawdd Wledig, ein Mitglied des Herrscherhauses von Domnonia. Igraines Mutter Gwned ferch Cunedag (geboren um 427) diente wohl als Vorlage für die Sagengestalt der „Viviane von Avalon“, der Herrin vom See. Der Sage nach ist sie die Mutter von König Artus. Unter ihren Vorfahren finden sich eine Reihe von Herrschern aus dem Reich von Icenia, das nördlich von Cornwall lag.

...weiterlesen

Jürgen Kaack 28.11.2018, 23.52 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Die Grafen von Stade

Die Grafschaft Stade umfasste Gebiete an beiden Seiten des Ufers der unteren Elbe im Raum Harsefeld und Stade. Über lange Zeit war die Grafschaft im Besitz der Udonen, die mit den Liudolfingern und Billungern verwandtschaftlich verbunden waren. Der früheste Graf von Stade ist Abbo, der um 810 geboren wurde. Über die Herkunft von Abbo von Stade konnten keine Informationen ermittelt werden, aber die Zeit liegt bereits deutlich weiter in der Vergangenheit, als für andere Familienzweige Angaben gefunden werden konnten. Durch eheliche Verbindungen haben die Grafen im Laufe der folgenden Jahrzehnte zusätzliche Güter im östlichen Teil von Sachsen erwerben können.

Abbos Enkel Lothar I. (29.11.874 bis 05.09.929) war mit Swanhilde aus dem Rheinland verheiratet. Im Jahr 1044 wurde Wilhelm, Sohn von Bernhard II. von Haldensleben, Markgraf der Nordmark. Er nahm 1056 an der Schlacht von Pritzlawa teil, in der das sächsische Heer von den Liutizen vernichtend geschlagen wurde. In der Schlacht kam auch Wilhelm von Haldensleben zu Tode. Als neuer Graf wurde Lothar Udo I., ein Sohn von Siegfried II. von Stade, von Kaiser Heinrich III. mit der Grafschaft beliehen.

Sein Nachfolger Lothar Udo II. stellte sich gegen das verwandte Haus der Billunger und den Erzbischof Adalbert von Bremen. 1063 erwirkte der Erzbischof eine Übertragung der Grafschaft auf das Erzbistum, so das Udo II. sein Lehnsträger wurde. Mit den Billungern gab es kriegerische Auseinandersetzungen, aber nachdem Heinrich IV. 1065 volljährig wurde, erwirkte man gemeinsam den Sturz von Adalbert und erhielt die verlorenen Rechte und Gebiete zurück. 1068 erhielt Udo II. die Mark Zeitz hinzu und beteiligte sich an einem erneuten Kriegszug von Heinrich IV. gegen die slawischen Liutizen, der 1069 erfolglos beendet wurde.

Abbo ist ein direkter Vorfahre und meine Linie geht über die Grafen von Stade und Walbeck, beginnend mit Lothar I. den Grafen Gottfried II. von Heinsberg (1107 bis 1170) und verbindet sich 1220 mit der Steenhuys-Linie. Abbo lebte 36 Generationen vor mir. Eine andere Linie führt über die Grafen von Cuijk-Arnsberg und die Grafen von Jülich. Die Stammtafel von Abbo von Stade ist sehr breit mit vielen Verbindungen in andere Häuser und Regionen. Auf jeden Fall ist es eine interessante Linie mit wechselvoller Geschichte, auf die ich vor einiger Zeit durch Zufall bei Verfolgung der Vorfahren aus der Heinsberger Linie gestoßen bin. Die Stammtafel findet sich in dem Online-Stammbaum unter diesem Link. Die folgende Grafik gibt einen Überblick über die nächsten Generationen.


...weiterlesen

Jürgen Kaack 25.11.2018, 17.49 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Neue Version des Online-Stammbaums fertiggestellt

Trübe Novembertage laden ein, sich mit ergänzenden Recherchen zum Stammbaum zu beschäftigen. Zu den Vorfahren aus der nahen Vergangenheit bis ca. 1600 ist das Bild inzwischen recht vollständig und auch zu den Nebenlinien gibt es zahlreiche Informationen. Daher hat sich in letzter Zeit der Blick etwas weiter in die Vergangenheit gerichtet. Die Suche in der letzten Zeit war recht ergiebig und hat nicht nur zu den Grafen von Stade Erkenntnisse gebracht.

Die Datenbank mit Vorfahren und Verwandten aus Nebenlinien ist inzwischen auf über 17.000 Personen angewachsen und reicht bis Zeiten vor Christus-Geburt zurück. U.a. habe ich mich intensiver mit dem spannenden germanischen Volksstamm der Heruler beschäftigt und mit den Kelten aus der Bretagne und von Cornwall. Auch die mythischen Figuren aus der Artus-Sage lassen sich finden. Textlich muss ich die Ergebnisse noch aufbereiten, den Stammbaum kann man jetzt schon einsehen unter diesem Link. Gerade für die frühen Vorfahren lassen sich nicht immer exakte Angaben machen und eine Garantie für Richtigkeit der Daten (oder auch nur der Zuordnung der Personen) kann es dabei nicht geben.

...weiterlesen

Jürgen Kaack 25.11.2018, 17.45 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Familie Lassen aus Rantum auf Sylt

Merret Claasen wurde am 11.04.1789 in Rantum geboren. Ihre Urgroßmutter ist die a, 06.08.1705 in Keitum geborene Kressen, die mit Haicke Hansen Möller aus Emmelsbüll verheiratet war und von am 13.11.1756 von Katharina Ercken mit Arsen ermordet wurde. Über diese tragische Geschichte habe ich schon mal geschrieben, da sie viel über die damalige Gesellschaft undihre Moralvorstellungen aussagt. Man findet diese Geschichte in meinem Buch "Sylt - Erinnerungen einer Familie" und auf meiner Homepage zur Familiengeschichte-Kaack unter diesem Link.

Weder Kressen noch Merret sind direkt Vorfahren von mir. Kressens Ururenkel Peter Nicolay Wachsmuth ist allerdings ein älterer Bruder von meinem Ururgroßvater Andreas Theodor Wachsmuth. Somit besteht eine, wenn auch entfernte Verwandtschaft.

Merret Claasen hat am 20.03.1810 den aus Bergen in Norwegen stammenden Matrosen und Prisenmeister Peter Nicolai Lassen (21.12.1783 bis 16.08.1848) geheiratet. Der Prisenmeister hatte auf Kaperschiffe die Aufgabe, aufgebracht Schiffe in den heimatlichen Hafen zu bringen. Warum er nach Rantum kam, ist nicht bekannt. Rantum war zur damaligen Zeit ein sehr armes Dorf mit vergleichsweise wenigen Einwohnern. Das Ehepaar bekam in den Jahren von 1810 bis 1833 insgesamt einundzwanzig Kinder, von denen drei im Kleinkindalter starben. Die meisten der Söhne wurden Seeleute und viele davon wurde Kapitäne. Zwei der Kapitäne gaben die Seefahrt auf und wurden Reeder. Ein anderer Sohn wurde Strandvogt. Peter Lassen starb 1848 mit 64 Jahren und Merret überlebte ihn um 21 Jahre.

Die Geschichte der Familie ist spannend und in dem lesenswerten Buch „Die Lassens von Sylt“ von Gondel Wielandt beschrieben. Der Text gibt einen guten Einblick in das entbehrungsreiche Leben auf Sylt im 19. Jahrhundert. Hier finden sich auch eine Reihe von Fotografien von Familienmitgliedern.

Die beiden Grabsteine von Merret und Peter Lassen finden sich hinter der Kirche St. Niels in Westerland. Die Familienzusammenhänge zeigt mein Stammbaum unter diesem Link.

 
...weiterlesen

17.11.2018, 18.10 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Mein Stammbaum - kein Kunstwerk

Die folgende Grafik ist die kompakte Darstellung meines Stammbaums, in dem nur direkte Vorfahren enthalten sind. Es sind insgesamt 1.600 Personen über 64 Generationen hinweg dargestellt, bei dem Volumen aber nicht mehr einzeln auflösbar. Der gesamte Stammbaum ist durch neue Funde in den letzten Monate noch mal deutlich angewachsen auf über 16.000 Personen. Es ergibt sich somit ein Verhältnis von 1:10 zwischen direkten Vorfahren und Verwandten aus Nebenlinien. Durch das Anwachsen der Datenbank ist das Volumen so stark angewachsen, dass ich für die Online-Version den Inhalt reduzieren musste. Medien sind daher in der neuen Datenbank nicht mehr enthalten und die Online verfügbaren Informationen sind geringer als in meiner Offline-Datenbank.

Die aktuelle Datenbank findet sich unter diesem Link:
https://www.macfamilytree.com/…/Sta…/languages/de/index.html


...weiterlesen

Jürgen Kaack 17.11.2018, 11.35 | (0/0) Kommentare | TB | PL