Blogeinträge (themensortiert)

Thema: Ahnenforschung

Häufigkeit von Vornamen unter den Vorfahren der Familie Kaack

Die Ahnenforschung bringt manchmal unerwartete (und eigentlich völlig belanglose) Erkenntnisse. Als meine Eltern mir den Vornamen Jürgen gaben, wussten sie nicht, dass der Name zahlreich unter den früheren Familienangehörigen vertreten war. Sogar so zahlreich, dass in meiner Datenbank von ca. 4.500 Personen der Vorname "Jürgen" am zweithäufigsten nach dem Spitzenreiter "Peter" auftaucht. Danach folgen entsprechen der Häufigkeit "Johann", "Jens", "Claus" und "Hinrich". Bei den weiblichen Personen steht Catharina vor "Anna", "Maria" und "Margaretha" (gemessen an der Zahl der Einträge).

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Jürgen Kaack 02.07.2017, 17.21 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Siedlungsräume der Familie Kaack seit 1500

Als Ergebnis der Familienforschung hat sich ein guter Überblick über die Wohnorte und Siedlungsgebiete meiner Vorfahren ergeben. Bei der Bewertung der Erkenntnisse ist allerdings zu beachten, dass nur dokumentierte Ereignisse wie Geburt, Taufe, Hochzeit, Beerdigung, Verträge, Besteuerung oder ähnliches eine historische Einordnung ermöglichen. Von besonderer Bedeutung sind die Kirchenbücher, die allerdings regional unterschiedlich erst im 16. oder 17. Jahrhundert begonnen wurde. Erschwerend kommt dann noch hinzu, dass Feuer und kriegerische Auseinandersetzungen mancherorts zum Verlust von ganzen Jahrgangsbüchern geführt hat. Somit bedeutet eine Nicht-Erwähnung nicht zwangsläufig, dass an diesen Orten keine Vorfahren gelebt haben. Mit dieser Unsicherheit muss die Familienforschung leben.


Die erste Karte zeigt die Verteilung der Wohnorte von Vorfahren im 16. Jahrhundert, die zweite Karte gibt die Siedlungsorte für das 18. Jahrhundert an, in dem die Kirchenbuchschreibung allgemein eingeführt war. Die erfassten ca. 4.500 Personen gehörten schwerpunktmäßig den Volksgruppen der Holsaten (nördlich der Elbe bis zur Mitte des heutigen Schleswig-Holsteins), den Friesen, die u.a. auf den Inseln Sylt und Föhr sowie den Halligen Langeneß und Gröde lebten und den Jüten aus dem Bereich von Jütland in Dänemark. Von außerhalb dieser Gebiete heiratete ein Ur-Ur-Urgroßvater aus Göteborg in eine Sylter Kapitänsfamilie ein, ein Zweig kam aus Braunschweig und Umgebung. Der am weitesten südlich geborene Vorfahre kam als Ur-Ur-Ur-Urgroßelternaus Nimptsch in Schlesien und war als Kürassier in Hadersleben.

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02.07.2017, 12.22 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Familien-Chronik: Heimat Sylt


Nach der eBook-Version meiner Chronik zur Familiengeschichte im Umfeld der regionalen und historischen Entwicklung ist jetzt auch in gedruckter Form verfügbar. Im DIN A4-Format sind Fotos und Grafiken besser im Detail zu betrachten. Auf 320 Seiten und mit Hardcover-Einband wird die Geschichte von 1500 bis in die 1960er Jahre dargestellt. 

In dem Text werden u.a. die Familien-Linien der Carsensen, Janssen, Lorenzen und Wachsmuth analysiert, die auf Sylt ihre Spuren hinterlassen haben und Verbindungen mit eingesessenen Sylter-Familien eingegangen sind. Die Forschungen decken Einzelschicksale auf und versuchen Ursachen zu ermitteln für regionale und berufliche Veränderungen im Laufe der Zeit.

Die Buchversion ist aufgrund der Produktionskosten teurer als das eBook. Das Buch kann u.a. über Amazon erworben werden. Der Link zu der Seite kann durch Anklicken des obigen Bildes erreicht werden.

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Jürgen Kaack 06.01.2017, 23.11 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Chronik der Familie Kaack: Wege nach Sylt



Die Analyse der Geschichte der Familie Kaack erlaubt einen Rückblick auf eine nahezu 500-jährige Geschichte. Im Hinblick auf die Herkunft finden sich zu drei Vierteln nordelbische Holsaten, Jüten und Nordfriesen und zu einem Viertel Vorfahren aus dem Gebiet Braunschweig in Niedersachsen. Ein Vorfahre stammt aus Göteborg und zwei weitere aus Nimptsch (Schlesien). Die Vorfahren aus der Gegend nördlich der Elbe gliedern sich in drei Viertel:

  • Jüten aus Süddänemark (Højer, Hadersleben, Mögeltondern, Süderlügum, Humptrup);
  • Inselfriesen (Uthlands-Friesen) von Sylt, Föhr und den Halligen Gröde, Habel und Langeneß;
  • Holsaten aus den Bereichen Bordesholm, Vaale, Neuenkoogsdeich und Westerbüttel (Brunsbüttel), Steinburg zwischen Glückstadt und Elmshorn sowie Nübbel bei Rendsburg.

Die Ur-Sylter Familien, die eine Verbindung mit den Zugezogenen eingegangen sind, lebten überwiegend in dem kleinen regionalen Gebiet um Westerland, Tinnum und Keitum. Betrachtet werden die Ursprünge und Veränderungen in den Familienzweigen Carstensen, Wachsmuth, Janssen, Lorenzen, Johannsen, Dose, Kröger, Thormählen, Müller, Niedhardt, Buchwald, Søeberg, Schröder und Kaack. Aus diesen Zweigen gab es insbesondere seit Anfang des 19. Jahrhunderts Zuzüge auf die Insel Sylt, die Geburtsort und Heimat für nachfolgende Generationen wurde. Durch Einheirat kam es zu Verbindungen mit den Ur-Sylter Familien Bleicken, Erken, Boysen. Seit den 1990er Jahre lebt keiner der engeren Verwandten der Familie Kaack mehr auf Sylt. Wie bei viele anderen Familien sind Verwandte in der Vergangenheit zugezogen und später entweder in anderen eigener Familien aufgegangen oder wieder weggezogen.
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Jürgen Kaack 29.12.2016, 14.08 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Die Gregoriden - Patriarchen von Armenien

Ab 352 fungierte Vardan aus dem armenischen Fürstenhaus Mamikonian als Spararpet (Oberbefehlshaber) in Armenien. Bei der Verteidigung gegen eine persische Invasion wurde er vermutlich durch einen Verrat 451 in der Schlacht von Avarayr besiegt und getötet. Vardans um 410 geborener Bruder Hmayeak Mamikonian starb 452, ein Jahr nach der Schlacht, aber sein Sohn Vahan hat den Freiheitskampf weitergeführt und 484 wurde die armenische Autonomie wiederhergestellt. Hamayeaks Mutter Sahakanoysh (385 bis 416) gehörte zur Familie Suren-Pahlav der Gregoriden. Die Gregoriden waren eine armenische Adelsfamilie, die sich von Gregor dem Erleuchter ableitet, der um 260 geboren wurde und bis ca. 328 lebte. Gregor war vermutlich ein Sohn des um 210 geborenen Parthers Anak Suren-Pahlav. Das Haus Suren-Pahlav bildet eine Seitenlinie zum Fürstenhais der Arsakiden, die von 247 vor Christus bis zum Jahr 224 als Großkönige im Perserreich herrschten. Im Auftrag des sassanidischen Königs Schapur I. soll Anak im Jahr 252 seinen Verwandten aus dem Haus Arsakiden, den König von Armenien Tiridates II. den Großen, ermordet haben. Daraufhin wurden Anak und seine Familie umgebracht. Nur zwei Söhne überlebten, einer davon war Gregor, der in Kappadokien von einem Priester ausgebildet und später als Apostel von Armenien verehrt wurde.

Angeblich wurde Gregor von König Trdat (Trinitatis) III. gefangengenommen und gefoltert, da er sich weigert, den alten Göttern zu opfern. Über mehrere Jahre soll er in einer unterirdischen Höhle eingekerkert gewesen sein. Trdat ist der Enkel des von Anak ermordeten Königs Tiridates II. und hat 298 mithilfe eines römischen Heeres Armenien wieder von den Persern zurückerobert, nachdem das römische Heer 297 bei Carrhae von persischen Kriegern besiegt worden war. Unter römischen Schutz konnte Tradt 298 den Thron seines im Jahr 287 von einem Usurpator ermordeten Vaters Chosraw II. Der Legende nach erkrankte Trdat an einer als unheilbar eingeschätzten entstellenden Hautkrankheit. Als letzte Möglichkeit wird Gregor aus seiner Zelle geholt und heilt den kranken König. 314 wird im Jahr 315 zum Bischof geweiht und zerstört die heidnischen Tempel im Land. Er tauft den König und festigt das Christentum in Armenien. Nachdem Armenien sich zum Christentum bekannt hat, gibt es Widerstand und christenfeindliche Adlige vergiften Trdat III. im Jahr 330. Gregor verbringt die letzten Lebensjahre in der Einsamkeit am Berg Sebuh in Westarmenien und stirbt dort 331.

Links eine Zeichnung von Gregor dem Erleuchter, auf den sich  die Gregoriden als Stammvater  beziehen (Quelle: Der ursprünglich hochladende Benutzer war Vital Component in der Wikipedia auf Englisch - Übertragen aus en.wikipedia nach Commons., Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=3102315)Rechts ein Gemälde, in dem die Taufe des Königs Trdat III. dargestellt wird (Quelle: Von http://en.wikipedia.org/wiki/Image:Baptism_of_trdat.jpg, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=1035859)

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