Blogeinträge (themensortiert)

Thema: Ahnenforschung

Anna Struve: Schwester oder Tochter?

Anna Struve ist meine direkte Vorfahrin in 13. Generation, sie wurde um 1580 in Sommerland im Kreis Steinburg zwischen Elmshorn und Glückstadt geboren und hat den um 1586 in Grevenkop geborenen Lütke Frauen geheiratet. So weit ist es recht eindeutig. Nach einigen Quellen war Anna eine Tochter von Marx Struve. Nach einigen neueren Erkenntnissen kam Marx Struve aber erst um 1596 zur Welt, was zu einer biologisch kaum lösbaren Situation führt.

Plausibel wird es erst dann, wenn der bislang für ihren Großvater gehaltene Marquart Struve tatsächlich ihr Vater ist. Altersmäßig ist das auch noch stimmig, da Marquart um 1540 in Sommerland geboren wurde. Demnach wäre Marx ihr Bruder. Bei den frühen Vorfahren sind Quellen nicht immer so eindeutig, wie man es sich wünscht. Für den Stammbaum ergibt sich kaum ein Unterschied, da Marquart Struve der früheste bekannte Vertreter dieses Familienzweiges war. Die Nachkommen von Anna und Lütke Frauen waren recht fruchtbar mit teilweise sehr vielen Kindern. Nicht in allen Fällen gibt es Informationen und ich habe noch nicht alle Daten ausgewertet. Aber ich komme immerhin noch auf 719 identifizierte Nachkommen. Wie viele es tatsächlich sind, lässt sich nicht abschätzen.

Der aktuelle Stand der Stammbaumbearbeitung kann durch Anklicken des Screenshots in der Browser-Version eingesehen werden. Da mittlerweile über 15.000 Personen erfasst sind, kann der Überblick leicht verloren gehen.

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Jürgen Kaack 05.11.2018, 14.36 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Trinitatis-Kirche in Neuendorf und die Familien Dose, Thormählen, Magens etc.

Der Name Dose steht im Neuhochdeutschen für die „obere, lockere hellgraue Moosschicht auf den Torfmooren“ und gibt damit einen konkreten Hinweis auf den Siedlungsraum der Vorfahren mit diesem Namen am Rande der norddeutschen Torfmoore. Vielleicht steht der Name im Zusammenhang mit der Tätigkeit des Torfstechens. In Deutschland leben heute ca. 2.800 Personen mit dem Namen Dose. Der Namen Thormählen ist die plattdeutsche Version von „zur Mühle“ also „Thor Möhlen“, wobei die Vertauschung des „ö“ gegen das „ä“ wohl eher ein Versehen oder ein Schreibfehler im Kirchenbuch war. Derzeit führen in Deutschland knapp 1.200 Personen den Namen Thormählen.

Die frühesten bekannten Vorfahren lebten im ländlichen Gebiet zwischen Elmshorn und Glückstadt im heutigen Kreis Steinburg in den nahe beieinander liegenden kleinen Siedlungen Neuendorf, Langenhals, Herzhorn, Sommerland und Kollmar. In der Trinitatis-Kirche in Neuendorf wurden zahlreiche Vertreter der miteinander verwandten Familien Dose, Thormählen, Magens, Früchtenicht etc. getauft, verheiratet und beerdigt worden.

Mitglieder der Familien leben zum Teil seit dem 16. Jahrhundert in den kleinen Siedlungen (Weilern) zwischen Glückstadt und Elmshorn. Neuendorf hat heute ca. 850 Einwohner.

Durch Anklicken des Fotos kommt man auf eine Sliudeshow mit zehn Fotos von Kirche und Friedhof, die ich bei einem kürzlichen Besuch in Neuendorf aufgenommen habe. Die Slideshow befindet sich auf meiner Facebook-Seite zur Famiiengeschichte.


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Jürgen Kaack 02.11.2018, 15.05 | (0/0) Kommentare | TB | PL

"Familiengeschichte-Kaack" auch auf Facebook

Seit einiger Zeit sind einzelne Beiträge von dieser Webseite auch bei Facebook auf einer eigenen Blogseite zur "Familiengeschichte-Kaack" unter diesem Link zu finden. Hier sind kurze Auszüge und Hinweise auf neue Beiträge sowie eine Reihe von Fotos eingestellt. Da die Beiträge bei Facebook chronologisch angeordnet sind, ist eine einfache strukturierte Suche nach Themen und Beiträgen wie auf dieser Seite nicht möglich. Dafür lassen sich auf der Blogseite einfach kurze Videos von Fotoserien einstellen.

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Jürgen Kaack 20.10.2018, 10.54 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Johann Jacob von Wasmer (1671 bis 1747)

Über den frühesten bekannten Vertreter aus der Wasmer-Linie, den Bremer Bürgermeister Johannes Wasmer und seine Hinrichtung 1340 habe ich hier schon geschrieben. Auch über seine späteren Nachfahren, den in Meldorf tätigen ersten Landschreiber Johannes Wasmer, der mit Margaretha, der Tochter von Antonius Steinhaus, verheiratet war, wurde bereits berichtet.

Der älteste Sohn von Margaretha und Johannes hieß nach seinem Großvater Hinrich (14.08.1588 bis 18.09.1643); er wurde Bürgermeister von Itzehoe und später Landvogt. 1615 heiratete er Beate Schmiedling (1595 bis 1661). Mit deren Tochter Margaretha Wasmer (04.05.1625 bis 29.11.1667) setzt sich meine Blutlinie fort; sie ehelicht 1647 Johann von Horsten (um 1610 bis 07.12.1652).

Hinrichs jüngster Sohn Conrad von Wasmer (03.03.1627 bis 10.12.1705) wurde 1695 vom damaligen dänischen König in den erblichen Adelsstand erhoben. Er und seine Nachkommen gehören nicht zur Blutlinie meiner Vorfahren. Conrads Sohn Johann Jacob von Wasmer (17.02.1671 bis 27.02.1747) verbracht seine Kindheit und Jugend in Glückstadt und immatrikulierte sich mit 17 Jahren an der juristischen Fakultät der Universität Kiel.  Nach erfolgreichem Studienabschluss legte er eine zweijährige Bildungsreise ein und wurde nach seiner Rückkehr 1695 Kanzlei- und Regierungsrat in Glückstadt. Noch im selben Jahr heiratete er Maria Elisabeth Gude, die aber zwei Jahre später starb, worauf er 1698 in zweiter Ehe Anna Johanna von Rosenschild (1683 bis 1751) ehelichte, eine Tochter des Justizrates Jacob Heinrich von Rosenschild. Das Paar bekam zehn Söhne und sechs Töchter. 1711 gehörte Johann Jacob der königlichen Verhandlungskommission auf dem letzten Landtag in Rendsburg an.


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Jürgen Kaack 14.10.2018, 09.57 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Online-Stammbaum aktualisiert

Meinen Online-Stammbaum habe ich wieder überarbeitet und einige Ergänzung sowie Korrekturen vorgenommen. Jetzt ist der Stammbaum wieder ohne Passwort unter dem untenstehenden Link zu erreichen. Einige Nebenlinien sind ergänzt und eine Reihe von Einträgen habe ich aktualisert. Es wird aber wohl nicht die letzte Überarbeitung bleiben, auch wenn er mittlerweile über 13.000 erfasste Personen umfasst. Die Zahl der direkten Vorfahren liegt bei bescheidenen gut 1.200 Personen. 

Den Stammbaum errreicht man als Browser-Applikation unter diesem Link.
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Jürgen Kaack 16.09.2018, 11.33 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Familie Carstensen - eine typisch nordfriesische Geschichte

Familie Carstensen ist typisch für die Region im Raum der heutigen Grenzgebiet zu Dänemark. Die frühesten Vorfahren lebten in kleinen Weilern im Umfeld von Mögeltondern und waren in der Landwirtschaft sowie ergänzend im Handwerk tätig. Anfang des 19. Jahrhundert zieht die Familie um nach Rodenäs (heute direkt an der Grenze gelegen) und 1878 zieht mein Ur-Urgroßvater Diderich Edlef (oberes Foto mit seiner Frau Catharina Nielse aus Humptrup) mit seiner Familie nach Westerland. Dabei ist u.a. der in Rodenäs geborene Carl Christian, der Marie Charlotte Wachsmuth heiratet (Foto unten links). In Westerland wird 1893 deren Sohn und mein Großvater Charles Carstensen geboren (Foto unten rechts).

Die Berufstätigkeit verändert sich auch nach dem Umzug auf die Insel Sylt. Handwerkliche Tätigkeiten nehmen die Rolle der Haupterwerbsquelle ein und die landwirtschaftliche Betätigung verschwindet. Einige der Nachkommen üben die Seefahrt als Beruf auch, so auch mein Großvater, der sich vom Schiffsjungen zum Kapitän auf Ostasienfahrt hocharbeitet. Seine Karriere endet jäh mit dem Aufkommen des dritten Reichs und seiner Weigerung für die Kriegsmarine zu fahren. Stattdessen muss er einen Job als Hausmeister an der Westerländer Schule annehmen.

Auf meiner Seite "Familiengeschichte-Kaack" unter kaack.org findet sich auf dieser Unterseite etwas mehr zur Herkunft und Geschichte der Familie Carstensen. Ganz ausführlich ist die Darstellung in meiner Chronik "Heimat Sylt - Chronik der Familie Kaack" (die Chronik befindet sich gerade in der Überarbeitung, wird aber in Kürze in der 4. Auflage wieder verfügbar sein).


 
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Jürgen Kaack 24.08.2018, 09.28 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Früheste Vorfahren

Aus meiner Chronik habe ich Informationen zu den jeweils frühesten Vorfahren einzelner Zweige herausgezogen. In der Regel auffindbare Informationen beim Beginn der regelmäßigen Kirchenbuchschreibung - manchmal auch schon früher. Ausnahmen sind möglich, wenn sich unter den Vorfahren Geistliche, Ratsherren, Bürgermeister oder Adelige finden. Auf diesem Weg geht meine Familienforschung in einem Zweig bis zu Zeiten mit eher mythologischen Quellen zurück. Auf meiner Seite zur Familiengeschichte-Kaack findet sich hier mehr dazu. Dort finden sich eine Reihe von frühesten Vorfahren nach Familienzweigen und regionaler Verteilung. Sofern es ergänzende Informationen gibt, habe ich sie mit erwähnt und kurze Angaben zu Familienbezügen eimngefügt. 

Es bleibt nicht aus, dass Ahnentafeln am Ende „ausfransen“ und manchmal schon in der jüngeren Vergangenheit enden. Die folgende Grafik in Form eines Fächerdiagramms zeigt dies schon bei der hier gewählten Stufe von 10 Generationen recht eindrücklich.


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Jürgen Kaack 14.08.2018, 17.39 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Kirche St. Niels von 1637 in Alt-Westerland

Die Kirche von St. Niels wurde errichtet, nachdem das Dorf Eidum in der Burkhard-Flut des Jahres 1634 vernichtet wurde. Die Eidumer Kirche auf dem Dünenrand ist zwar nicht zerstört, aber aufgegeben wurde. Vieles an Baumaterial wurde für die neue Kirche, die man im Feldstück Westerlöön von Tinnum errichtete. Da die Bevölkerung ausgesprochen arm war, wurde der Bau von St. Niels zu einer großen Herausforderung. Dabei war die alte Kirche weniger als halb so groß wie die heutige. Auch hatte die Kirche lange keinen Kirchturm für die Glocke, sondern einen separaten Glockenstapel, wie es bei der Morsumer Kirche, aber auch bei der Kirche in Rodenäs auch heute noch der Fall ist.

Im 18.Jahrundert wurde die Kirche zwei Mal erweitert und 1879 wegen Baufälligkeit und nach langem Streit über die Finanzierung eine grundlegende Sanierung. Zur gleichen Zeit entschied manisch 1875, einen Kirchturm an der Kirche zu errichten. Die Glocke und der Taufstein aus dem 12. Jahrhundert stammten noch aus der alten Eidumer Kirche. Nach der Fertigstellung der St. Nicolai Kirche wurde der alte Taufstein dort aufgestellt. Der Altaraufsatz wurde um 1475 möglicherweise in Lübeck gefertigt und war stammt wohl auch aus der Eidumer Kirche.

Ein kurzes Video mit zehn Aufnahmen der Kirche von außen und im Innenraum findet sich unter diesem Link auf meiner Facebook-Seite zur Familiengeschichte. Mit anderen Impressionen auch auf der folgenden Seite zu finden: http://www.kaack.org/impression…/impressionen-2008-bis-2018/


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Jürgen Kaack 09.08.2018, 17.19 | (0/0) Kommentare | TB | PL

"Royale" Vorfahren

Ein anderer Ausschnitt aus der Zeitlinie von direkten Vorfahren zeigt im Zeitraum von 750 bis 810 eine Reihe von "royalen" Vertretern. Die Darstellung in der Zeitreihe stellt dabei Persönlichkeiten nebeneinander, die zu verschiedenen Zweigen gehören. So sind Karl der Große und Widukind von Sachsen, die lange Zeit Kriege gegeneinander geführt haben, fast benachbart. Und es finden sich auch einige Herrscher von norwegischen Teilreichen.

Die Linie der royalen Vorfahren endet dann allerdings auch schon recht früh mit Karl III. von Westfranken (879 bis 929), danach geht es Pfalzgrafen über Grafen "abwärts". Der letzte adelige Vorfahre war Graf Wilhelm I. von Jülich (um 1115). Später kommen noch ein paar Ritter und Landadelige und ab dem 16. Jahrhundert wird es dann rein bürgerlich.

Die ZDF-Mediathek hat einen recht interessanten Beitrag zu der langen Periode der Sachsenkrieg von Karl dem Großen und arbeitet die Rolle von seinem Widersacher Herzog Widikund von Sachsen heraus. Eine gute Auffrischung von Geschichtswissen.


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Jürgen Kaack 08.08.2018, 12.10 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Der Untergang von Rungholt in der zweiten Marcellusflut von 1362

In der ZDF-Mediathek findet sich eine sehenswerte Dokumentation mit dem Titel "Atlantis der Nordsee" zum lange Zeit sagenhaften Rungholt in der zweiten Marcellusflut von 1362, in der viele Menschen ums Leben gekommen und große Landteile an der Küste verlorengegangene sind. Die Dokumentation ist zwar schon aus dem Jahr 2010, aber informativ und gut aufgemacht. 

Zum einen werden die interdisziplinären Ansätze zur Lokalisierung erläutert, zum anderen wird die Salzgewinnung aus 
Salztorf als die Quelle des Reichtums nachgewiesen. Ergänzend werden die meterologischen und geologischen Hinter-gründe für die Katastrophe erläutert.
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Jürgen Kaack 06.08.2018, 15.38 | (0/0) Kommentare | TB | PL