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Einträge vom: 10.02.2019

Wilhelm der Eroberer und der Teppich von Bayeux



In den letzten Wochen habe ich mich etwas näher mit Wilhelm dem Eroberer (14.10.1028 bis 09.09.1087), Herzog der Normandie und nach 1066 König von England, beschäftigt. Wilhelm ist ein direkter Vorfahre (über 30 Generationen) über die Grafen von Boulogne und Brabant. Die Beschäftigung mit der gesellschaftlichen und politischen Situation im 11. Jahrhundert ist nicht nur aufgrund der Eroberung von England durch einen normannischen Herzog interessant. Auch die Vorgeschichte bietet Stoff für einen Abenteuerroman. Interessant ist aber auch die konsequente Umgestaltung der Strukturen in der Normandie in Richtung einer Feudalaristokratie hat zur Stabilisierung beigetragen.

Ein Zeitdokument von besonderer Art ist der Teppich von Bayeux mit einer Länge von 68 m und einer Breite von ca. 50 cm, auf dem die Geschichte der Eroberung beginnend mit dem letzten angelsächsischen König Eduard dem Bekenner über die Verbindung von Harald Godwinson mit Wilhelm von der Normandie bis zum Kampf bei Stamford gegen Harald III. Hardrade von Norwegen und die Schlacht von Hastings dargestellt wird. Szenen mit der Krönung von Wilhelm nach der siegreichen Schlacht von Hastings und dem Tod von Harald Godwinson fehlen allerdings.

Der oben dargestellte Ausschnitt des Teppichs stammt von Wikipedia (Von Dan Koehl - Tapestry de Bayeux, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=658776).

Unter diesem Link zu einem Artikel bei Wikipedia finden sich zusätzliche Informationen zur Herstellung und der Geschichte des Teppichs sowie ein beeindruckendes Video der gesamten Länge des Teppichs oder alternativ eine jpg-Abbildung des gersamten Teppichs.

Es wird hier vermutet, dass Graf Eustach II. von Boulogne die Herstellung des Teppichs als Sühnearbeit beauftragt haben könnte, weil er nach der Schlacht bei Hastings die Festung von Dover angegriffen hat, die Wilhelm seinem Halbbruder Bischof Odo von Bayeux zusammen mit der Grafschaft Kent zum Lehen überlassen hatte. Die Teilnahme von Eustach an der Eroberung von England ist bemerkenswert, da er weder ein Normanne war noch eine enge Verbindung zum normannischen Hof pflegte. Er stand aber wohl in einem feindlichen Verhältnis zu Harald Godwinson.

Auch Eustach II. ist ein direkter Vorfahre, ebenfalls über 30 Generationen.

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Jürgen Kaack 10.02.2019, 11.29| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Ahnenforschung