Ausgewählter Beitrag

Beiträge zum Ausbau von Breitbandinfrastrukturen

Meine Beiträge zu den von mir in den letzten Jahren schwerpunktmäßig bearbeiteten Themen rund um Breitband und den Ausbau von Breitband-Infrastrukturen habe ich auf zwei Seiten meiner Homepage STZ-Consulting Group zusammengefasst.

Der Breitbandausbau ist ein komplexes Vorhaben, bei dem in der Regel viele Institutionen beteiligt sind. Diese Seite mit ihren Unterseiten beschäftigt sich dabei nur mit solchen Ausbau-Vorhaben, die nicht von Netzbetreibern eigenwirtschaftlich umgesetzt werden. Im Fokus der folgenden Seiten steht ein Breitbandausbau, der unter Einbindung von Gebietskörperschaften, Stadtwerken oder auch im Rahmen von Bürgerinitiativen erfolgt. Zur Finanzierung der Maßnahmen wurden in eingien Fällen öffentliche Förderprogramme von Bund und Land genutzt. Auf dieser Seite werden unten ausgewählte Fallbeispiele aus der Beratungspraxis von STZ-Consulting.

STZ hat aufgrund der Erfahrung seiner Partner seit der Gründung 2002 einen Branchen-Schwerpunkt in der Telekommunikation und unterstützt Telekommunikationsanbieter bei der Entwicklung und Ausgestaltung neuer Geschäftsmodelle, der Realisierung von Kooperationen und der Gestaltung und Markteinführung von neuen Diensten. Schon seit 2006 stehen Kreisen, Kommunen, Stadtwerken als Kunden im Vordergrund mit Vorhaben zum Ausbau einer nachhaltigen Breitbandinfrastruktur. Der ursprüngliche Schwerpunkt der Projekte lag in der Sicherstellung der Grundversorgung in unterversorgten Ortsteilen mit mindestens 1 bzw. später 2 Mbit/s. Diese Phase ist seit 2013 weitgehend abgeschlossen und jetzt liegt der Fokus auf der Schaffung von Glasfaser-Anschlussnetzen. Immer noch aktuell ist der Bedarf in Gewerbegebieten, die aufgrund ihrer Lage oft unter schwachen Breitbandanschlüssen leiden. Zunehmend entwickelt sich die Nachfrage nach Beratungsunterstützung in Richtung auf neue Hochleistungsnetze (NGA), die in Kooperation oder durch eigene Infrastrukturaktivitäten aufgebaut werden.

Informationen zum grundsätzlichen Ablauf eines Breitbandprojektes finden sich auf der Seite "Vorgehen beim Breitbandausbau". Eine wichtige Aufgabe ist die Konkretisierung in Verbindung mit der Gestaltung tragfähiger Geschäftsmodelle im Zusammenspiel zwischen Kommune, privaten Infrastrukturbetreibern und den Anbietern von Diensten. Hierzu sei auf die Unterseiten "Geschäftsmodell vor Netzplan" und  "Geschäftsmodelle für den Breitbandausbau" verwiesen. Aufgrund der durch Tiefbauarbeiten bedingten hohen Kostenm für den Breitbandausbau ist der Ausgestaltung des Geschäftsmodells hohe Bedeutung einzuräumen, um Fehlinvestitionen zu vermeiden. Auf der Seite "9-Punkte Maßnahmenplan für den Glasfaser-Ausbau" erläutert einige Voraussetzungen und Rahmenbedingungen, um eine flächendeckenden Ausbau von Glasfaser-Anschlussnetzen innerhalb von etwa zehn Jahre zu erreichen. Die Seiten "Grundbegriffe Telekommunikation" und ein "Glossar" mit häufig verwendeten Begriffen und Abkürzungen für Telekommunikation und Breitband helfen beim Verständnis des Fach-Jargons.

Der Breitbandausbau in Deutschland kommt gut voran, das Bundesförderprogramm für den NGA-Ausbau hat einen guten Schub ergeben. Bis 2020 oder 2022 werden mit Zuwendungen in Höhe von ca. € 8 Mrd. Infrastrukturen ausgebaut, die mindestens 50 Mbit/s ermöglichen, in vielen Fällen werden dabei direkt FTTB-Anschüsse mit Glasfaser bis zum Hausanschluss verlegt. So weit ist eigentlich alles gut, wenn es nicht die Notwendigkeit gäbe innerhalb der nächsten 10 Jahre flächendeckende Glasfaseranschlüsse zu schaffen.

Das laufende Bundesförderprogramm ermöglicht Zuwendungen nur für Anschlüsse, die heute weniger als 30 Mbit/s haben. Bei Start des Programms im Dezember 2015 betraf dies ca. 25% aller Anschlüsse in Deutschland. Glasfaseranschlüsse sind in Deutschland bislang eher die Ausnahme. Nur etwa 5% der Anschlüsse sind in Glasfaser ausgeführt (die tatsächliche Nutzungsquote liegt sogar nur bei etwas der Hälfte). Mithilfe der Mittel aus dem Bundesförderprogramm könnten weitere 15% der Anschüsse mit Glasfaser-Hausanschüssen ausgebaut werden, so dass bei fertiger Umsetzung des Bundesförderprogramm Ende 2019 noch ca. 80% der Hausanschüsse immer noch in Kupfer ausgeführt sind. Nicht nur im Hinblick auf die Glasfaser-Infrastruktur besteht in Deutschland Nachholbedarf, auch bei der Entwicklung und Nutzung von digitalen Anwendungen sind andere Länder mittlerweile weiter als Deutschland. Dabei bietet die Digitalisierung gute Chancen zur Gründung von neuen Unternehmen und neuen Wachstumssegmenten.

Eine Förderung des flächendeckenden Aufbaus von Glasfaser-Anschlüssen mit Zuwendungen zur Schließung einer Deckungslücke ist im Hinblick auf die zu erwartende Höhe der Förderbudgets und die Komplexität vermutlich nur schwer zu vertreten. Aus  meiner Sicht müssen neue Ansätze mit einem längerfristigen Horizont begangen werden. Auch für die Entwicklung von innovativen digitalen Anwendungen sind neue Ansätze erforderlich, bei der die stärkere Einbindung von Hochschulen, der Abbau von Bürokratie und die Schaffung von geeigneten Rahmenbedingungen zu gestalten sind. In einem Konzeptpapier habe ich meine Analyse zur Situation erläutert und stelle meine konzeptionellen Ansätze für die weitere Ausgestaltung zur Diskussion. Die ausführliche Studie zur Glasfasermigration habe ich Mitte 2017 unter dem Titel "Digitalisierung und die Migration zu Glasfaser-Netzen" als eBook veröffentlicht. Auszüge aus der Konzeptstudie finden sich entsprechend iherer Bedeutung auf der entsprechenden Seite "Glasfaser--Migration" meiner Homepage.



Jürgen Kaack 08.07.2018, 13.09

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